Hans Schohl

Hans Schohl

Vita
1952 geboren in Landstuhl/Pfalz
Studium der Erziehungswissenschaften, Germanistik und Politik an der
Philipps-Universität Marburg
Kunststudium an der Gesamthochschule Kassel
arbeitet als Künstler und Ausstellungsmacher
bis 2012 Kunstlehrer an der Carl-Strehl-Schule in Marburg
Mitglied der Künstlergruppe „Werkstatt Radenhausen“
Lebt in Anzefahr bei Marburg/Lahn
Info: https://hans.schohl.de

Auszeichnungen
2017
27. Biennale Ube, Japan, Bausatz Tier, Construction Kit Animal, (Mainichi Newspapers Prize)
2013
4. Kobe Biennale, Japan, Die Verlangsamung der Zeit, The Slowdown of Time, (Encouraging Prize)
2009
2. Kobe Biennale, Japan, ShadowWings, SchattenFlügel, (Special Prize)
arte laguna, Venice, Italy, volta celeste, Himmelszelte, (Mention for Best Foreign Artist)
2007
22. Biennale Ube, Japan,,Storage For Celestial Mechanics, Lager für Himmelsmechanik,
(Excellent Prize and Citizen-Prize)
1. Kobe Biennale, Japan, General Cargo For Celestial Mechanics, Stückgut Himmelsmechanik, (Special Prize)
Otto Ubbelohde-Preis, Marburg, Germany (als Mitglied der Künstlergruppe „Werkstatt Radenhausen“)
Ausstellungstätigkeit (Auswahl)
Zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen seit 1989, ab 2007 Ausstellungen in Japan
2022
… und Schatten,
Vier parallele Ausstellung in Marburg, im Kunstmuseum, im Schloß, in der Universitaätsbibliothek und
in der Alten Synagoge
2021
Der Mensch hat keinen Preis, der Mensch hat Würde,
ein Erinnerungsort für die ermordeten jüdischen Mitbürger der Stadt Neustadt, Neustadt/Hessen
2019
On The shoulders Of Others, Auf den Schultern der Anderen,
ein partizipatorisches Kunstprojekt in Ube/Japan
2017
Construction Kit Animal (Bausatz Tier), 27nd UBE Biennale 2017, Japan
nord-art, Kunst in der Carlshütte, Büdelsdorf
2015
Nakanojo Biennale 2015, Japan, Animal Shadows
KIBE festival, Ube, Japan, Shadow Tents
2013
Zeit wahr nehmen, Städtische ada-Galerie Meiningen
The Slowdown Of Time, 4. Biennale Kobe/Japan
2012
Himmelsmechanik und Höllenmaschine, Kunstverein Marburg (E)

Im Welttheater fliegen die Schatten
Von dem weiten Spektrum der künstlerischen Neuerungen des 20. Jahrhunderts reizten ihn zwei sehr
unterschiedliche Bereiche besonders: die Nutzung von Licht und Bewegung einerseits und die Einbeziehung
von Fundstücken anderseits. Beides kennzeichnet sein Werk bis heute, und in beiden Beziehungen gelangen
ihm eigenständige Gestaltungen. Anders als bei vielen Vertretern der Kinetik und der Lichtkunst vor ihm, ging
es ihm nie um die Bewegung an sich oder das reine Lichtspiel. Er bezog in seine Gestaltungen immer Bilder
und Zeichen ein, damit die Betrachterinnen und Betrachter einen Anlass haben, sich inhaltlich auf das Werk
einzulassen, seine Themen aufzunehmen und dann auch eigenen Assoziationen zu folgen. So wichtig auch
ihm die Arbeit mit den Formen ist, neue formale Lösungen zu finden, überwiegt seiner Überzeugung und
seiner Intention nach immer die Qualität der Kunst, Geschichten zu erzählen und Geschichten
anzustoßen.

Nur die ersten Kunstmaschinen von Hans Schohl waren groß, schwer und laut. Bald bevorzugte er gegenüber
den großen Rädern, Transmissionsriemen und Stahlplatten den feineren Draht, leichtere Gestänge, feinere
Achsen. Es folgten seine ebenfalls großen, filigranen und leise surrenden Weltmaschinen.
(Auszug aus einem Katalogtext anläßlich der Ausstellungen 2022)
Dr. Christoph Otterbeck (Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Marburg)